Geschichte des Gartenbaubetriebes Eisele

Im Jahre 1926 erwarb Edmund Eisele auf der Gemarkung Hilsbach ein 30 Ar großes Grundstück. Noch im gleichen Jahr wurde ein 50qm großes Gewächshaus mit einer Ofenheizung erbaut. Dieses war der Anfang der heutigen Gärtnerei Eisele.

Mitte der dreißiger Jahre wurde ein angrenzendes Grundstück gekauft und ein Wohnhaus erstellt.

Frühbeetkästen, hauptsächlich zur Zucht von Tabak- und Gemüsejungpflanzen, erweiterten  nach und nach die Betriebsgröße. Neben dem Gemüsebau wurde auch Kranzbinderei und Grabpflege betrieben. Samen wurden von Großpackungen in kleine Tüten umgepackt und verkauft.

Ein weiteres Gewächshaus mit Kesselhaus und zentraler Koksheizung kam bald hinzu.

Anfang des zweiten Weltkrieges wurde wegen Materialmangel im Gemeindewald Holz geschlagen und ein einfacher Fensterblock erstellt. Während des Winters wurde hier überwiegend Kresse angebaut. Bis zum Ende des Krieges kultivierte man Gemüse und Jungpflanzen. Als Personal waren damals hauptsächlich der Gründer Edmund Eisele, seine Ehefrau und die heranwachsenden Kinder tätig.

 

Da der Betrieb inzwischen als Lehrbetrieb anerkannt war, wurden auch Lehrlinge ausgebildet.

Im Jahre 1947 wurde ein Arbeitsraum mit einem Heizraum gebaut. Als Brennmaterial verfeuerte man weiterhin Koks.

Nachdem die beiden Söhne Alois und Josef eine Lehre in Mischbetrieben absolviert hatten, wurden auch im elterlichen Betrieb Blumen und Zierpflanzen produziert.

Um Erfahrungen im Gemüsebau zu sammeln arbeitet Sohn Alois nun ein Jahr in einem Großbetrieb in Frankfurt.

 

Sohn Josef war inzwischen auf dem Gebiet der Landschafts- gärtnerei in Freiburg und Karlsruhe tätig.

 

1955 wurden dann das erste feuerverzinkte Gewächshaus mit zentraler Lüftung gebaut.

 

1956 folgte der Anschluss an den Erzeugergroßmarkt in Heidelberg.

 

1958 wurde die bisherige Koksheizung auf Öl umgestellt.

 

Das erfolgreiche Wirken des Familienbetriebes wurde im Laufe der nun folgenden Jahre durch verschiedene Auszeichnungen und Preise des Verbandes und ähnlicher Organisationen anerkannt.

 

Selbstverständlich mussten außer den bereits erwähnten Einrichtungen und Bauten viele Geräte, Fahrzeuge und Maschinen aller Art angeschafft werden.

Entscheidende Erneuerungen waren die Geräteträger mit

Pflanzmaschinen, das Beregnungssystem und das Kühlhaus. Die Betriebsgröße erforderte inzwischen die Beschäftigung von mehreren Aushilfskräften.

 

1969 erfolgte die Übergabe des Betriebes von Edmund Eisele an seine beiden Söhne Alois und Josef Eisele. In dieser Zeit wurden im Betrieb auf ca. 8 Hektar Gemüse und Zierpflanzen produziert. Neben dem Erzeugergroßmarkt kamen noch andere Absatzorganisationen ins Spiel.

 

Im Feldgemüsebau wurden die Holzkisten durch die ersten Pollkisten ersetzt. Der Einzug von Paletten erforderte den Einsatz von einem geländegängigen Stapler. Die Qualitätsansprüche wurden immer größer.

 

Die in den siebziger Jahren hinzugebauten 1.400 qm großen Folienhäuser wurden im Laufe der Jahre durch Glashäuser ersetzt. Auch im Inneren der Häuser blieb der Fortschritt nicht stehen. So weichen Erdbeete modernen Anstautischen. Handkurbeln wurden von temperaturgesteuerten Elektromotoren ersetzt und Strohdecken machten Platz für moderne Energieschirme. Durch die Modernisierung der Gewächshäuser gewann die Abteilung „Zierpflanzen” immer mehr an Bedeutung

 

 

Im Jahr 1996 wurde der Betrieb von Alois und Josef Eisele auf Mathias Eisele übertragen. Mit diesem Schritt ging die Gärtnerei in die dritte Generation über.In den folgenden Jahren wurde der Zierpflanzenbau immer weiter ausgedehnt. Frühbeetkästen wurden mit einfachen Folientunneln überbaut. Das Wegenetz wurde C-Container tauglich ausgebaut.

1999 Aufgabe des Gemüsebau. In diesem Jahr wurden nur noch

Gemüsejungpflanzen für den Verkauf gezogen.
Im Jahre 2000 wurde neben dem Neubau eines Gewächshauses der gesamte Betrieb auf Computersteuerung (Bewässerung, Lüftung und Heizung) umgestellt.

Ein großer Teil der Erdbeete wurde mit Ebbe-Flut-Tischen überbaut. Die ersten Hängerinnen auf Ebbe-Flutbasis kamen 2001 hinzu.

Durch diese Modernisierung des Betriebes hoffen wir auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben zu können.